Rezept spanische Pizza Diavolo

 

Wer isst nicht gerne Pizza? Ich kenne kaum jemanden, der keine Pizza mag. Leider ist sie beim Thema Fitness und Fettabbau eher kontraproduktiv. Wenn man viel Sport treibt und sich während der Woche mässigt, dann kann man durchaus an einem Tag in der Woche eine Pizza essen. Es muss ja nicht so ein Riesending sein. Vor allem sollte man keine Industriepizza essen. Liest man die Angaben, dann vergeht mir zumindest der Appetit. Ich hau mir keine Industriepizza mit 800 oder mehr Kalorien rein.

 

Selbermachen ist angesagt. Man kann frische Zutaten ohne Geschmacksverstärker verwenden. Meine Lieblingspizza ist die nebenstehende Pizza Diavolo. Wie man diese oder auch jede andere selber backen kann, das zeige ich auf dieser Seite.

Pizzateig für 2 grosse Pizzen

 

Ein Pizzateig ist schnell gemacht. Du brauchst für 2 grosse Pizzen:

 

- 300 g Mehl (Type 405)

- 180 ml Wasser

- 1/8 von einem Stück frischer Hefe

- 1 Esslöffel Salz

- 2 Esslöffel Olivenöl

 

Ich habe alle möglichen Mehlsorten getestet. Das 405-er kommt dem italienischen Pizzamehl am nächsten. Die Konsistenz und Bräunung des Teiges werden perfekt. Gib das Mehl in eine Schüssel. Brösel 1/8 eines Stückes frischer Hefe dazu und gibt das Salz dazu. Darauf das Wasser und das Olivenöl. Jetzt wird der Teig mit den Knethaken eines Handmixers 5 Minuten lang geknetet. Erhöhe dabei immer die Stufen des Mixers. Bestäube eine Hand mit Mehl und nimm den Teig mit einem Rutsch aus der Schüssel. Er sollte eine feste Konsistenz haben und nicht reissen. Forme den Teig zu einer Kugel und gib ihn in eine Plastikschüssel. Decke ein feuchtes Geschirrtuch darüber und lasse ihn 3 Stunden an einem warmen Ort stehen.

 

Der Teig sollte dann mindestens die doppelte Grösse haben. Bestäube eine Arbeitsplatte mit Mehl. Teile den Teig mit einem Messer in 2 grosse Stücke. Drücke ein Stück auf die Platte, drehe ihn um und drücke wieder. Nimm den Teig am Rand in die Hände und lasse ihn aushängen. Dann gebe ihn auf ein Pizzablech (siehe Pizzaofen). Auf dem Blech kannst du den Teig in die richtige Form drücken.

 


Tomatensauce für 8 grosse Pizzen

 

 

Tomatensosse ist ein wesentlicher Bestandteil einer Pizza. Mit ihr steht und fällt das Geschmackserlebnis. Sie sollte fruchtig schmecken und eine gewisse Grundschärfe besitzen. Ich bevorzuge viel Basilikum und nehme dafür kein Oregano. Letzteres macht mir die Sosse zu bitter. Du brauchst :

 

- Olivenöl

- 2 gehackte Knoblauchzehen

- 2 kleine Dosen gestückelte, ganze oder passierte Tomaten

- 2 Lorbeerblätter

- 3 kleine oder 2 grosse Zwiebeln

- Basilikum, Thymian, Chilli

 

Etwas Olivenöl mit dem gehackten Knoblauch anschwitzen. Die Tomaten, Lorbeerblätter und die ganzen Zwiebeln dazugeben. Gehackte Basilikumblätter, etwas Thymian und Chilli dazu und das Ganze 30 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch umrühren. Zwiebeln und Lorbeerblätter herausnehmen und die Sosse pürieren. Dann in Marmeladengläser abfüllen. Die Soße hält im geöffneten Glas im Kühlschrank 2 bis 3 Wochen.


Belag drauf und ab in den Ofen

 

Die Pizza Diavolo habe ich auf Teneriffa schätzen gelernt. Ich habe das Grundrezept etwas erweitert und verfeinert. Meine Pizza Diavolo ist die spanische Variante einer Salamipizza mit Pilzen. Der Teig wird mit der Tomatensauce mit einem Löffel nicht zu dick bestrichen. Für den Belag brauchst du:

 

- Mozarella

- spanische Chorizo

- frische braune Champignons

- Thymian

 

 

Auf die Tomatensauce kommt eine Schicht Mozarella. Bitte nicht als letztes obendrauf geben. Darauf die Scheiben Chorizo legen. Am besten schmeckt die Chorizo von Lidl. Die grossen Scheiben haben einen würzigen Eigengeschmack. Dann frische Champignons in die Lücken legen. Die braunen schmecken etwas herzhafter. Darauf kann man noch etwas Thymian geben. Frischer Zitronenthymian gibt der Pizza eine besondere Note. Wer es etwas schärfer mag, der kann noch etwas Peperoni oder ein Pizzaöl mit Chilli auf die Pizza geben.

 

Jetzt fehlt nur noch der richtige Pizzaofen. Ich nutze nebenstehende Pizza-Box. Leider ist sie momentan nicht lieferbar. Der Vorteil dieser Box ist, dass die Ober- und Unterhitze gleichmässig verteilt wird, weil sich das Pizzablech dreht. Man muss die Box nicht vorheizen. Der Boden der Pizza wird gleichmässig kross. Die Chorizo bekommt Röstaromen und die Pilze entfalten ein erdiges Aroma.